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Unwetterwarnungen

© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)
Chronik

Bereits im 17. Jahrhundert wird das Gerätehaus im Erdgeschoß des Rathauses in den Gemeinderechnungen erwähnt. Damals war noch der Bürgermeister der Leiter der Feuerwehr und alle männlichen Einwohner vom 18. bis 45. Lebensjahr waren verpflichtet, Feuerwehrdienst zu leisten und für den Einsatz bei Not und Gefahr, sich mit "Leib und Leben" zur Verfügung zu stellen. Die Feuereimer, die Feuerpatschen und die Feuerleitern mit ihren Mauerhaken waren die Ausrüstung der Pflichtfeuerwehr. Das Wasser wurde aus den Ziehbrunnen und mit Fässern aus dem Main geholt. Jeder Gespannbesitzer hatte sich bei Feuersgefahr unaufgefordert an der Brandstelle einzufinden.

Am 1. April 1880 wurde unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Michael Kuhn die Freiwillige Feuerwehr Großwallstadt gegründet. 72 Männer unterzeichneten die Statuten und zum Kommandanten wählten sie Georg Eppig. Die Saug- u. Druckpumpe, eine fahrbare Schiebeleiter und das sonstige vorhandene Material wurde von der Pflichtfeuerwehr übernommen. Die Pflichtfeuerwehr mußte auch weiterhin auf Jahrzehnte die Freiwillige Feuerwehr unterstützten. Sofort ging man an die Ausbildung der Wehrmänner und beschaffte fehlendes Material.

1883 erfolgte die Uniformierung und 1894 wurde eine einheitliche Kopfbedeckung für alle Feuerwehrmänner angeschafft. 1885 wurde von der Gemeinde die 2. Saug- und Druckpumpe beschafft, um Brände wirksam bekämpfen zu können.

Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde das Vereinsleben sehr gepflegt, unter anderem fanden regelmäßig Festbesuche, Versammlungen und Weihnachtsfeiern statt.

Da der Gerätepark größer und die Mannschaft stärker wurde und die Beschaffung von neuen Spritzen und Leitern immer dringender geworden war, zog man 1899 in das neue Gerätehaus um. Das alte Rathaus mit Feuerwehrgerätehaus war durch seine Lage mitten in der Hauptstraße ein Verkehrshindernis und wurde abgerissen. Im Jahre 1910 wurde die 3. Saug- und Druckpumpe durch die Gemeinde angeschafft.

1914 wurde eine mechanische Leiter beschafft, um den großen Bränden und höheren Bauweisen der Häuser gerecht zu werden.

1930 wurde die erste Motorspritze TS 6 und 1931 der erste Schlauchwagen gekauft.

Der 2. Weltkrieg verschonte auch unsere Feuerwehr nicht. Viele gute und bewährte Feuerwehrmänner zogen in den Krieg und einige kehrten nicht mehr heim. Man konnte nicht mehr von den altbewährten Truppen unterstützt werden, sondern mußte sich zunächst auf Schüler und Kinder beschränken

Sofort nach Kriegsende ging der Kommandant Kunkel an den Wiederaufbau der Freiwilligen Feuerwehr. Zunächst mußten die alten Geräte wieder einsatzfähig gemacht und das Schlauchmaterial erneuert werden. Aus dem Krieg zurückkehrende Feuerwehrmänner und junge Männer machten die Feuerwehr wieder zur einsatzfähigen Truppe. Zu den alten Gerätebeständen kam neues Schlauchmaterial und im Oktober 1952 der TSA hinzu.

1957 hatte die alte Epoche des Feuerwehreinsatzes aufgehört zu bestehen und es begann eine wesentliche Umstellung und Modernisierung des Feuerwehrlöschwesens in Großwallstadt. Durch die Modernisierung und Ausweitung des Geräteparks wurde auch das Feuerwehrgerätehaus zu klein und man war gezwungen, entweder das bestehende, als Notlösung, zu erweitern oder ein neues zu bauen. Dazu bot sich der ehemalige Turnplatz in der Weichgasse an. Nach zähem Ringen mit dem Gemeinderat unter Bürgermeister Köhler, denn das Geld war knapp und die öffentlichen Probleme groß, stimmte der Gemeinderat einem Neubau zu. Das neue Feuerwehrhaus wurde nach nur einjähriger Bauzeit am 14.7.1963, in Verbindung mit dem Kreisfeuerwehrfest, seiner Bestimmung übergeben.

Für den überörtlichen Katastrophenschutz wurde 1964 das TLF16, das auch für den örtlichen Brandschutz genutzt werden konnte, übergeben.

1970 wurde die erste Jugendgruppe gegründet.

Im Jahre 1974 wurde der Gerätepark durch das LF 8 erweitert.

1979 wurden die AL18 und die Rettungsgeräte, Spreizer und Schere, für den Einsatz bei Verkehrsunfällen in den Dienst genommen, da zu den Brandeinsätzen die technischen Hilfeleistungen hinzukamen.

Die ersten Frauen wurden 1980 in den aktiven Dienst der Feuerwehr aufgenommen, um die Einsatzbereitschaft auch tagsüber gewährleisten zu können und seit 1986 gibt es die Damengruppe mit zur zeit 10 Mitgliedern

1984 mußte per Gesetz zwischen Feuerwehrverein und der Feuerwehr als öffentliche Einrichtung unterschieden werden. Für beide mußte eine Satzung erstellt werden, für die Gemeinde trat sie 1984 in Kraft, für den Verein 1985.

Im Jahr 1987 wurde vom Bund das LF16/TS in den Dienst gestellt, das ebenfalls für den örtlichen Brandschutz genutzt wurde.

Das alte Feuerwehrhaus platzte aus allen Nähten und war den Sicherheitsvorschriften der heutigen Zeit nicht mehr gerecht geworden. 1989 wurde vom Gemeinderat ein neues Feuerwehrhaus genehmigt und bereits 1990 konnte das neue Feuerwehrhaus in der Quellenstraße bezogen werden.

Seit 1992 besteht die Schülergruppe, der momentan 15 Kinder angehören. Die Schüler können ab der 2. Klasse eintreten und werden spielerisch an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt. Mit erreichen des 12. Lebensjahres treten sie in die Jugendfeuerwehr über.

Im Jahre 1993 wurde ein neues TLF16/25 der Freiwilligen Feuerwehr übergeben. Für die Sicherheit der Feuerwehrleute wurden zusätzlich Hitzeschutz- und Chemieschutzanzüge beschafft, um bei Unfällen gewappnet zu sein.

Nach langem Ringen mit der Gemeinde und einem Zuschuss vom Verein wurde im Sep. 1998 das neue MZF übergeben. Die Ausrüstung für die Verkehrssicherung wurde ergänzt bzw. erneuert. So wurden Triblitze, Verkehrsleitkegel und neue Warnwesten beschafft.

Zum 120 Jährigen Jubiläum wurde im Jahr 2000 das Kreisfeuerwehrfest veranstaltet.

Im Jahr 2001 wurden zwei Garagen hinter dem Feuerwehrhaus aus Vereinsmitteln und in Eigenleistung für die Lagerung von Gerätschaften der Feuerwehr und des Vereins gebaut.

In Eigenleistung wurde 2004 das Feuerwehrhaus saniert, da über das Dach teilweise Wasser eingedrungen war.

2005 wurde aus Vereinsmitteln ein Anhänger gekauft, der für Vereinszwecke aber auch für Einsätze genutzt werden kann.

2008 wurde das HLF 20/16 mit umfassender Ausrüstung für den Brandeinsatz und die technische Hilfeleistung in Betrieb genommen.

Das 35 Jahre alte LF 8 wurde 2009 außer Dienst gestellt.

Zum 01.01.2010 ging das LF 16-TS des Bundes in Gemeindebesitz über.

Bedingt durch die Pferdeklinik und des Handball Leistungszentrum mit angeschlossener Sportklinik werden 2010 Strahlenschutzausrüstungen angeschafft.

Waren es früher oft Brandeinsätze, so sind es jetzt viele technische Hilfeleistungen auf die sich die Feuerwehrleute in Übungen und Schulungen vorbereiten müssen.

So gibt es im Gemeindegebiet als besondere Gefahrenschwerpunkte ein Kontaktlinsenhersteller, das neue Handball Leistungszentrum mit angeschlossener Sportklinik, eine Pferdeklinik, ein großes Gewerbegebiet mit einem Möbelmarkt und die B 469.

Zusätzlich müssen Sicherheitswachen beim alljährlichen Hüttenfest im Weinberg sichergestellt werden.

Auch in den vergangenen Jahren wurde das Vereinsleben gepflegt, so wurden Ausflüge, Wanderungen, Grillfeste, Kappenabende, Adventsfeiern, Zeltlager u. v. m. durchgeführt. Für die Organisation dieser Veranstaltungen gibt es schon seit vielen Jahren den Vergnügungsausschuss.